Thomas Köck erhält „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“ 2016

Für den 21. „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2016“ haben sich 127 Autorinnen und Autoren beworben; das Durchschnittsalter der Bewerberinnen und Bewerber betrug 29,8 Jahre.

In der Jury-Begründung heißt es: „Thomas Köcks Theatertext „paradies fluten“ ist maßlos in seiner Themenvielfalt und der Bilderflut. Alles dreht sich um den Kapitalismus und den Raubbau an der Natur, selbst wenn es um das Innerste des Familienlebens geht. In bildreichen Variationen umkreist der Autor diese Themen. Formal zeichnet sich das Stück durch seine hohe Musikalität aus, die sich in außergewöhnlicher Weise mit der thematischen Relevanz – einer unserer größten globalen Herausforderungen, dem Klima – verbindet. Abstrakt und konkret zugleich, überzeichnet scharf, grotesk und berührend. In seinem Ideen- und Themenreichtum ist das Stück eine anregende und lustvolle Herausforderung für den Theaterbetrieb.“

Thomas Köck, Jahrgang 1986, geboren und aufgewachsen in Oberösterreich, studierte in Wien und Berlin Philosophie und Literaturwissenschaft, seit 2012 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin mit Aufenthalt am deutschen Literaturinstitut Leipzig. Förderung erhielt er durch verschiedene Stipendien, darunter das Stipendium des Ingeborg-Bachmann-Preises 2014. Seine Stücke wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Osnabrücker Dramatikerpreis 2013 ("jenseits von fukuyama") und dem Stückpreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises 2015 ("Isabelle H. (geopfert wird immer)"). "paradies fluten" ist der erste Teil der Klimatrilogie, der zweite Teil "paradies hungern" wurde im Oktober 2015 am Landestheater Marburg uraufgeführt.

Seit 1996 vergeben die Stadt Frankfurt (Oder), das Kleist Forum, die Ruhrfestspiele Recklinghausen und die Dramaturgische Gesellschaft jährlich den „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“.

Foto: Fabian Raabe, Suhrkamp Verlag


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