Kleist-Förderpreisträger 2011: Wolfram Lotz

Der Preisträger des Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker 2011 heißt Wolfram Lotz und wurde für sein Stück „Der große Marsch“ ausgezeichnet.

Der 1981 in Hamburg geborene Wolfram Lotz wuchs im Schwarzwald auf und studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz. Seit 2007 studiert er am Deutschen Literatur-institut Leipzig. Er war Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift Minima und ist seit 2010 Redakteur von EDIT. Lotz verfasste Drehbücher, Essays, Erzählungen, Gedichte, Blog-Beiträge und das Hörspiel „In Ewigkeit Ameisen“. 2005 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Steyr und 2009 das Stadtschreiber-Stipendium Rottweil. Mit „Der große Marsch“ wurde er zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen. Wolfram Lotz erhielt hierfür einen Werkauftrag und schrieb das Stück „Einige Nachrichten an das All“, das am 24.02. am Deutschen Nationaltheater Weimar uraufgeführt wurde. Wolfram Lotz lebt in Leipzig.

Über das Stück

Was für ein Theater! Gleich eine ganze Theaterrevue! Oder doch eher eine Show über Theater? Auf jeden Fall mischen sich in Wolfgang Lotz’ „Der große Marsch“ illustre Gäste und brisante Themen in einer bissig-bunten Abrechnung mit dem deutschen Gegenwartstheater. Josef Ackermann, Hamlet, Arbeitgeberpräsident Hundt, Prometheus, die RAF und viele Weitere, sogar der Autor selbst mitsamt seiner Mutter, stellen sich in einer eigenwilligen wie wortgewaltigen Collage der Herausforderung, das Theater neu zu erfinden.

„Der große Marsch“ ist eine Reise durch alle Klischees der Kapitalismuskritik, die Station macht am jahrzehntelang zementierten Status Quo der Theater in Deutschland. Was daraus folgt? Ein unbefangener Blick auf neue, radikale, fantasievolle Horizonte und der unbedingte Ansatz, damit neues Terrain zu erobern. Gleichzeitig schwingt durch den Text der Geist des verbalen Unfugs, wie er kreativer und schöner nicht sein kann. Eine Herausforderung für jeden Regisseur und jedes Schauspielerteam!

Eine Produktion des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken
Inszenierung: Christoph Diem
Bühnenbild und Kostüme: Florian Barth
Musik: Alexandra Holtsch

Das Saarländische Staatstheater Saarbrücken wird das Stück inszenieren und am 20. Mai 2011 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zur Uraufführung bringen.

In Frankfurt (Oder) wird „Der große Marsch“ am Eröffnungsabend der Kleist-Festtage zu sehen sein. Das jährlich wiederkehrende Festival zu Ehren des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist beginnt 2011 am 18. Oktober und hat seinen Abschluss am 30. Oktober.


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