ZUSCHAUERSTIMMEN

Unsere Zuschauer berichten über unsere Stücke.

Wollen Sie auch an dieser Stelle berichten?
Egal ob Jung oder Alt, ob mit Vorliebe zu Oper, Operette oder doch eher zum Schauspiel, ob Schüler oder Student, Hausfrau, berufstätige Mutter, Vater oder doch die rüstige Seniorengruppe, wir freuen uns über Rückmeldungen unter: presse@muv-ffo.de
Wir freuen uns auf Euch!

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Auch bei den Kleist-Festtagen war ein Blogger-Team für uns unterwegs.
Nicht nur mit Stift, sondern auch mit der Kamera.
Hier geht es zum Blog der Kleist-Festtage 2016!

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NACHBESPRECHUNG:
TERROR – 04.11.2016
SCHAUSPIEL VON FERDINAND VON SCHIRACH


Ein Stück über Moral, Ethik, Vernunft und die Demokratie der Rechtsprechung:
Die Köpfe rauchen, die Gefühle kochen über, es wird diskutiert. Gezeigt wird die Gerichtsverhandlung über Lars Koch. Er ist angeklagt wegen 164-fachen Mordes.
Ein Terrorist hatte ein Flugzeug unter seine Kontrolle gebracht, mit dem er auf ein Stadion voll mit 70.000 Menschen zuflog. Kampfflugzeugpilot Koch widersetzte sich der Anweisung der Verteidigungsministerin und schoss das Flugzeug ab, kurz bevor es in das Stadion stürzen konnte.
164 Menschen starben, 70.000 überlebten. Wir als Zuschauer werden mit anderen Gästen in das Stück einbezogen: Wir sind die Schöffen und entscheiden am Ende des Stückes über die Verurteilung des Angeklagten. Die Verhandlung beginnt und damit auch das Grübeln der Zuschauer. Die rechtliche Lage wird aufgewogen, Details des Geschehens werden offenbart, moralische Werte werden überdacht.

Das Grundgesetz besagt, dass Menschenleben nicht durch ihre Zahl gegeneinander aufgewogen werden können, da ein Menschenleben als unendlich wertvoll gilt und unendlich kann man nicht gegen unendlich aufrechnen, richtig? Doch ist es zu verantworten, dass weitere Menschen zu Schaden kommen, wenn die 164 Insassen der Maschine scheinbar ohnehin dem Tode geweiht sind? Durch das stetige Hinzukommen neuer Details verändert sich das Gesamtbild immer wieder und auch die eigene Meinung gerät mit jeder neuen Information leicht ins Wanken. Kurz vor dem Ende der Verhandlung wird eine Pause eingelegt, in der wir als Zuschauer den Raum verlassen, das Gesehene verarbeiten und eine Entscheidung treffen können. Wir fragen die anderen Gäste nach ihren Einschätzungen und überall begegnet uns genau das, was auch in unseren Köpfen vorgeht. Ein moralischer Konflikt.
Es herrscht keine Einigkeit sondern eine rege Diskussion. Zwiegespalten und unentschlossen, fällt den meisten die Entscheidung nicht leicht.

Das Urteil an diesem Abend: Mit nur 7 Stimmen in der Mehrheit wird Lars Koch freigesprochen. Die Veranstaltung ist vorbei, doch der Knoten im Kopf beginnt erst sich zu bilden, denn die juristischen und philosophischen Fragen, die man sich stellt, sind nicht leicht zu beantworten.

Sowohl die schauspielerische Leistung als auch das Konzept des Stückes haben uns sehr begeistert, weswegen wir es Jedem weiterempfehlen, der Interesse daran hat, seine eigenen moralischen Prinzipien in Bezug auf Recht und Unrecht zu reflektieren und auf die Probe zu stellen.

Wieder im Spielplan:
FR / 19.05.2017 / 19:30 / Schauspiel von Ferdinand von Schirach

Hans Otto Theater Potsdam / Regie: Andreas Rehschuh / Tickets: 19,- € / 17,- €

Präsentiert von


Jana Katharina Junge, Anna Mylonas und Paula Schweppe sind Studentinnen der Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina, vielleicht dem Einen oder Anderen bekannt von den Kleist-Festtagen, wo sie in Zusammenarbeit mit Viason den Blog der Kleist-Festtage betreut haben. Sie sind die Ersten, die von unseren Vorstellungen im Kulturkalender oder auch auf unserer Website und Facebook berichten.

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PASTA E BASTA

Ein musikalisch-kulinarisches Experiment- zum Abschalten und Genießen
Am 15. April 2017 bringen die Hamburger Kammerspiele gemeinsam mit dem Kleist Forum den italienischen Liederabend „Pasta e Basta“ auf die Bühne.

Die Küche eines italienischen Restaurants wird zum Schauplatz für die Leidenschaften, Träume und Wünsche der Restaurantbelegschaft. Die Bestellungen der Gäste sind dort eher zweitrangig. Doch die Bürokratie in Damengestalt bedroht Harmonie und Hochgenuss. Kann der Koch mit seinen Pasta-Kreationen das Restaurant retten? Gekocht wird tatsächlich und zwar von Ricky Fratelli, dem Koch des örtlichen Restaurants Fratelli in der Karl-Marx- Straße. Ab 19.30 Uhr wird er die Zuschauer, gemeinsam mit den Sängern des Ensembles, auf einen kulinarischen Exkurs führen. Eigentlich ist er nicht so der Typ für das Rampenlicht, sagt Ricky Fratelli, aber eine Bitte eines Freundes kann er dann doch selten ausschlagen. Schon seit Jahren arbeitet er mit dem Kleist Forum zusammen. Fratelli hat erst wenige Male auf einer Bühne gestanden, aber diesmal befindet er sich als Koch in seinem Element. Trotzdem hat er Lampenfieber. Was Ricky alles Köstliches zaubern wird, steht noch in den Sternen. Es bedarf einiger Vorbereitung und Planung, wenn man verhindern möchte, dass beim Flambieren die Sprinkleranlage Alarm schlägt. „Wir haben mehrere Ideen, aber wir müssen gucken was für die Bühne unkompliziert ist.“ Alles von vorne bis hinten durchplanen, wird Ricky nicht können, denn er weiß gar nicht so genau, was ihn eigentlich alles erwartet. Wenn „Pasta e Basta“ als Gastspiel außerhalb Hamburgs gespielt wird, gehört zur Eigenheit des Stücks, dass Berufsköche aus der jeweiligen Stadt ein Teil des Stücks werden, ohne selbst minutiös auf das Kommende vorbereitet worden zu sein.
Denn die Zuschauer dürfen während des Stücks Fragen rund um die italienische Küche stellen und sind ebenfalls herzlich eingeladen, die zubereiteten Speisen zu kosten. Dennoch stellt er sich freudig dieser Herausforderung, „Es ist eine gute Sache“, dieses Event, das Theater ein guter Ort zum Abschalten und Entspannen. Mit seinem Essen möchte Ricky Fratelli dieses Erlebnis für die Zuschauer kulinarisch abrunden. Und wer weiß, vielleicht singt er auch noch mit. Ricky ist zuversichtlich, dass gutes Essen und wunderbare Unterhaltung nur auf eine gute Stimmung hinauslaufen können.
Lassen sie sich überraschen. In diesem Sinne guten Appetit!

Im Kleist Forum am:
SA / 15.04.2017 / 19:30

Hamburger Kammerspiele / Regie und musikalische Leitung: Dietmar Loeffler

Tickets: 22,- € / 20,- €

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DIE MAUSEFALLE
SCHAUSPIEL VON AGATHA CHRISTIE


Three blind mice. See how they run.


Die Neue Bühne Senftenberg präsentiert ihre Interpretation der Mausefalle. Ein Stück von einer der erfolgreichsten Krimiautorinnen: Agatha Christie.

Wir haben uns mit den Schauspielern Tom Bartels in der Rolle Mr. Paravicini und Alrun Herbig in der Rolle Mollie Ralston unterhalten.


Wie würdet ihr die Neue Bühne Senftenberg beschreiben?
Alrun Herbig und Tom Bartels: Die neue Bühne Senftenberg macht interessantes, mutiges und offenes Theater. Jede Inszenierung macht Spaß und das Ensemble ist einfach wahnsinnig gut.

Habt ihr Lieblingsszenen in dem Stück? Und fällt es euch manchmal schwer ernst zu bleiben und nicht zu lachen?
Alrun Herbig und Tom Bartels: Uns gefallen ganz viele Szenen, da kann man keine einzelne nennen. Wir müssen uns wahnsinnig oft zusammen reißen um nicht zu lachen. Vor allem, wenn man das Stück schon öfter gespielt hat und sicher ist, hat man Zeit die Kollegen zu beobachten, da fallen einem immer wieder Details auf, die einen sehr amüsieren.

Ihr werdet das Stück bald in Frankfurt (Oder) spielen. Habt ihr dort schon gespielt? Und wenn ja, wie
hat es euch gefallen?

Tom Bartels: Ich habe dort schon mal gespielt, es hat mir sehr gut gefallen, die Stimmung war gut und der Applaus war sehr beflügelnd.

Dann freuen wir uns darauf, euch in Frankfurt (Oder) begrüßen zu dürfen.

Zum Stück:
Ein Mord geschieht in London. Doch die Pension Monkswell Manor öffnet davon unberührt ihre Türen für ihre Gäste. Das Ehepaar Ralston und ihre fünf Gäste werden durch ein Unwetter von der Umwelt abgeschnitten. Dann erscheint der Sergeant und beginnt seine Ermittlungen in der Pension und damit nicht genug, bald darauf wird einer der Gäste kaltblütig ermordet.
Nun ist klar, einer von ihnen muss der Mörder sein. Folgend verdächtigen sich die Pensionsbewohner
gegenseitig. Durch die Verstrickungen entstehen viele komische Situationen, die Eigenarten der Charaktere sind liebevoll gestaltet und bringen einen oft zum Schmunzeln. Auch die Ermittlungen und
Verdächtigungen sind humorvoll umgesetzt. Das Stück bietet ein wunderbares Zusammenspiel zwischen Krimi und Komödie und ist eine Empfehlung für Jung und Alt.
Wer weiß, wer der Mörder ist, darf es nicht verraten.

Im Kleist Forum am:
SA / 25.02.2017 / 19:30 + SO / 26.02.2017 / 15:00

Neue Bühne Senftenberg / Regie: Johanna Schall

Tickets: 19,- € / 17,- € / 10,- € (Kinder und Jugendliche) / 38,- € (Familienticket)
Präsentiert von


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GEDANKEN ZUM THEATERBESUCH:
TSCHICK – 8.11.2016
SCHAUSPIEL NACH DEM ROMAN VON WOLFGANG HERRNDORF


Dieser Text stammt aus der Feder der Klasse 8c der Sportschule Frankfurt (Oder), anlässlich eines Theaterbesuchs im Kleist Forum.

Am Dienstag, den 8.November 2016 sind wir, die Klasse 8c, zum Kleist-Forum gefahren, um uns das Theaterstück „Tschick“ anzuschauen.
Als wir im Kleist-Forum angekommen sind, haben wir unsere Sachen bei der Garderobe abgegeben und uns unsere Eintrittskarten geholt. Ein Stockwerk höher haben wir unsere Zeit mit witzigen Klassenfotos verbracht, bis es dann endlich los ging.

Das Theaterstück fing an und unsere Klasse hatte sich in den ersten Minuten mehr erhofft. Doch nach ca. einer halben Stunde hat das Stück seine Wendung genommen und wir amüsierten uns.
In dem Stück handelt es sich um zwei Jugendliche, die eine spannende Reise machen, um ihren Alltag vergessen zu können. Beide haben keine Freunde und unzuverlässige Eltern.
Es war ein sehr unterhaltsames Theaterstück mit vielen Höhen und Tiefen und ist auf jeden Fall empfehlenswert.

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